Freitagspredigt 16.01.2015
 
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Übe Toleranz und Nachsicht!


ادْعُ إِلَىٰ سَبِيلِ رَبِّكَ بِالْحِكْمَةِ وَالْمَوْعِظَةِ الْحَسَنَةِ ۖ وَجَادِلْهُم بِالَّتِي هِيَ أَحْسَنُ ۚ إِنَ ر َبَّكَ هُوَ أَعْلَمُ بِمَن ضَلَّ عَن سَبِيلِهِ ۖ وَهُوَ أَعْلَمُ بِالْمُهْتَدِينَّ



Meine verehrten Geschwister, sei Ihr Freitag gesegnet!
Der Islam mit seinen die fermentierenden Grundlagen der Werte der menschlichen Zivilisation wie Gerechtigkeit, Gleichheit, Liebe, Frieden, Toleranz und Nachsicht sowie seiner lichterfüllenden Botschaft ist schon immer ein Licht für die Menschheit und wie ein Kompass für die herumirrende Menschheit in diesem zur Unendlichkeit fließenden Fluss und ihr verhärtetes Gewissen geworden.

Obwohl sich die islamische Welt auf der einen Seite im Wirbel der Armut, Unrechtmäßigkeiten, sozialen Gerechtigkeit und Einkommens-ungerechtigkeiten zappelt, versucht sie auf der anderen Seite mit starr und engstirnig ausgelegte neue Interpretationen des erhabenen Islam als Basis nehmenden und neu aufkeimenden Bewegungen fertig zu werden. Vom Osten bis zum Westen, vom Norden bis zum Westen ist jeder Punkt der islamischen Welt verwundet. Bedauerlicherweise erleidet die islamische Welt ein schweres Trauma mehr denn je durch die Rückständigkeit im materiellen und technologischen Bereich als aufgrund der Entfremdung von der eigenen Religion und durch intolerante Auffassungen, die den Islam als starres Dogma und nicht den Islam als guten Charakter verstehen.

Verehrte Gläubige;
Den Islam richtig zu verstehen, ist die wichtigste Angelegenheit der muslimischen Welt. Dieses kann so gelingen, indem man sich vom Koran inspirierend der Menschheit die allgemeinen Prinzipien des Friedens, Rechts und der Gerechtigkeit Vorrang gewähren lässt. Auf der anderen Seite aber eine erneute Begegnung und dem Vorbildcharakter zu den allgemeinen Prinzipien unter dem Verständnis ermöglicht, die die Wirre, den Aufruhr und das Hintertreiben beseitigt. 

Meine Geschwister! 
Mit großer Sorge und Beunruhigung verfolgen wir die Ereignisse in den letzten Jahren sowohl in der islamischen Welt als auch in anderen Regionen der Welt.

Allen voran in den europäischen Ländern, worin wir Leben, und auf der ganzen Welt gefährden diskriminierende Handlungen jeglicher Art und daran gebundene Angriffe auf die Meinungen, den Glauben und die Gebetsstätten das Klima des Friedens, der Toleranz und Nachsicht, das die Menschheit mit großer Mühe aufgebaut hat.

Heutzutage erlebte und niemals vom Islam zu akzeptierende Ereignisse und Terrorangriffe fügen einerseits den Muslimen und dem Islam Schaden zu, die das Islambild in den Köpfen und die Sympathie zum Islam zunichte machen. Andererseits wird die Sicherheit der über 30 Millionen Muslime in Europa und die Kultur des Zusammenlebens gefährdet, die Nachbarschaft und die Begegnung mit den Nachbarn wird erschwert.

Geehrte Gläubige;
Der erhabene Allah hat im gnadenreichen Koran gesagt: “Er hat euch aus der Erde geschaffen und sie euch zu besiedeln gegeben.”  Ja! Die Menschheit ist auf die Erde gesandt worden, damit sie die Welt aufbaut, aber nicht um die Erde in Aufruhr zu versetzen. Das kann nur dadurch verwirklicht werden, indem man sich der göttlichen Barmherzigkeit zuflüchtet, durch Gott in die Herzen eingelegtes Gewissen, das Gefühl des Mitleids und der Barmherzigkeit in Gang setzend die Würde, die der Schöpfer dem Menschen zuteil werden ließ, zur Sprache bringt!

So wie der durch den Koran inspirierte Dichter Yunus Emre es sagt:
Ich bin nicht gekommen um der Klage willen;
Meine Sache ist die Liebe.
Die Herbergen von Freunden sind die Herzen;
Ich bin gekommen, um Herzen zu gewinnen.




Die Predigtkomission DITIB 



1. Koran, an-Nahl, 16/125
2. Koran, al-Hud, 11/61
 

 

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Letzte Aktualisierung: 13.08.2012